Studiengang Kulturmanagement - Weblog

David Sixt am 5.02.2010 | Kommentieren

Die Jeanswesternen

Maaaaan, that family`s got issues…

Der eine Bruder, der ältere, fällt in Ungnade bei seinem Vater, verlässt diesen sowie seine Geliebte, schließt sich einer Gruppe Gesetzloser in Jeanswesten an und wird deren Hauptmann, brennt in seinem Hass auf die Welt und das Leben und das Nichterbarmen Gottes Prag nieder und als am Ende doch noch alles gut zu werden scheint, bekommt er Gewissensbisse (”Ich kann doch meine Geliebte nicht ehelichen und dabei ein gemeiner Dieb und Mörder sein…”), will erst sich, seinen Vater, seine Geliebte und alle um ihn herum töten, belässt es dann jedoch dabei, nur seine Geliebte umzubringen…

Der andere Bruder, der jüngere, fühlt sich sein Leben lang von seinem Vater benachteiligt, hegt übermenschlichen Groll gegen seinen Bruder, sorgt daher mit einer Finte für den frühzeitigen “Tod” seines Vaters, feiert wilde Orgien, und versinkt mehr und mehr im Wahn und der Blasphemie, hat verrückte Träume, die er für wahr hält, bis hin zum letztendlichen Freitod durch den Gürtel seines doch nicht ganz so toten Vaters…

Ähnliche Wirrheiten gäbe es auch über den Vater und die Geliebte Amalia zu berichten, doch irgendwann hört ihr dann auf zu lesen, weil es euch zu wild wird… doch wovon rede ich hier überhaupt?

Die Rede ist von der Oper Die Räuber – nach dem Buch von Friedrich Schiller, vertont von Guiseppe Verdi. Ein monumental großes und extrem gutes Stück mit stimmgewaltigen und schauspielfähigen Akteuren, einem “verdammt sind die gut!” Orchester und einem dadurch mehr als gelungenen Abend.

Wer sich das Ganze selbst ansehen und anhören will, WAS TOBI UND ICH NUR EMPFEHLEN KÖNNEN, sollte ins Badische Staatstheater gehen. Das Stück wird auch noch im Laufe der nächsten Monate mehrfach aufgeführt, also rann an die Karten, meine Damen und Herren!

David – KM 1

Wie immer das Bild als Link zum Schluss

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