Übers Wochenende war ich bei meinen Homies in Karlsruhe um meine local heroes auf „Das Fest“ zu unterstützen. Ich habe Duisburg mit einem warmen und herzlichen Gefühl verlassen und konnte jedem erzählen wie freundlich und süß Duisburg in den letzten Tagen für mich geworden ist. Inzwischen wissen alle wo ich mein Praktikum mache und wo das ist, nun aber leider nur aufgrund des tragischen Vorfalls bei der Loveparade. Wer Schuld ist? Keine Ahnung, dass wird sich klären, aber die Duisburger haben nun wahrlich keine Schuld und auf diese Weise sollte Duisburg in meinem Freundeskreis nicht zu Berühmtheit erlangen.
Meine neue Woche beginnt in Frankfurt, im Cafe Maridor in der Berger Straße. Wir besprechen zunächst meine Hausaufgaben, was ich noch zu machen habe, wann ich fertig sein soll und was ich noch verbessern kann. Frank berichtet mir über neue Projekte und was in den nächsten Tagen alles ansteht.
Nach einem leckeren Reibeküchlein (der gigantisch groß war) mit Quark und Salat machen wir uns auf zu „start together“ im Cafe Albatros. Hier treffen sich alle, die die Start2010 nicht abwarten können.
Hier trafen die unterschiedlichsten Leute aufeinander, eine selbstständige Musikerin, Studenten, einer der ein eigenes Netzwerk für Künstler betreibt, aber vor allem waren auch viele Museen vertreten. Unter ihnen auch das Museum für Kommunikation und Sie hatten sogar meine Unternehmenspräsentation gesehen-not bad!!!
Leider mussten Frank und ich schon relativ zügig nach seinem Vortrag wieder gehen, denn wir hatten noch die Reise nach Duisburg vor uns. In seinem Vortrag, erklärte Frank alle Basics für Kulturbetriebe um erfolgreich mit Social Media zu arbeiten bzw. erst einmal damit anzufangen. Gerne wäre ich nach dem Vortrag noch ein wenig dageblieben um die Erfahrungsberichte der Teilnehmer zu hören. Schade, aber vielleicht bekommen wir nach der Start2010 auch ein „start together“ nach Karlsruhe, immerhin kommt unsere Kulturamt auch!
[Heimarbeit]
Gestern durfte ich zu Hause arbeiten um mein Projekt weiter zu machen und um endlich mal meinen Blog auf den neuesten Stand zu bringen. Darüber hinaus nutzte ich die Gelegenheit, unsere WG ein bisschen auf Fordermann zu bringen und siehe da, Duisburg ist ja gar nicht so trist wie ich dachte!! Es waren nur meine Fenster, die seit gefühlten 2 Jahren nicht mehr vom Kohlestaub befreit wurden. Abends, als meine Jungs dann nach Hause kamen, konnte ich sie mit einem neuen Duschvorhang und Haken für Handtücher überraschen, die ich extra aus Karlsruhe habe einfliegen lassen. Meine Jungs sind übrigens Nils und Moritz beide waschechte Duisburger und beide um die 27 Jahre alt. Angesteckt von meinem Putzwahn haben wir dann alle zusammen den Vorratsschrank ausgeräumt und Unmengen von abgelaufenem Kartoffelbreigefunden. Zunächst dachte ich, dass vielleicht einer süchtig ist, nicht wirklich abwegig, da sich mein Mitbewohner in Karlsruhe vorwiegend von Bürger Maultaschen ernährt. Als dann aber auch noch unzählige Dosen Cocktailfrüchte zum Vorschein kamen wurde mir erklärt, dass der alte Mitbewohner im Lebensmittel-Einzelhandel tätig war, was die riesigen Mengen erklärte.
Nun haben wir wieder total viel Platz und können über die nächsten Wochen neue Lebensmittel horten, um sie dann nicht zu essen.