Mein Blog ist fertig und es kann endlich losgehen. 10 Wochen dürft ihr nun Mäuschen spielen und mich durch mein Praktikum begleiten, aber nun zuerst einmal zu mir, denn nicht alle kennen mich
Mein Name ist Solveig Gwendolin Schwarz, ich studiere im 4. Semester Kulturmanagement an der Karlshochschule. In vielen Projekten der Hochschule aber auch durch freiwillige Praktika lernte ich das ein oder andere dazu.
Durch die Unternehmensprojekte im 3. und 4. Semester kommt man das erste Mal mit der freien Wirtschaft in Kontakt und muss dabei auch schon gleich Konzepte erarbeiten, die so auch umgesetzt werden könnten. In meinen ersten Projekten mit zwei Kommilitonen haben wir ein neues Marketingkonzept unter Einbezug von Social Media für das Kulturamt in Karlsruhe entworfen. Wie wir finden sind viele gute Ideen dabei entstanden und wir hoffen natürlich, dass die ein, oder andere Anregung auch Früchte tragen wird. Ein Anfang ist schon mal gemacht, in dem ich die Mitarbeiter des Kulturbüros von einer Teilnahme an der Start Conference 2010 überzeugen konnte.
Das zweite Unternehmensprojekt forderte uns noch ein wenig mehr heraus. Gemeinsam mit meinen vier unschlagbaren Mädels haben wir ein neues Kommunikationskonzept für eine Modeausstellung im Museum für Kommunikation in Berlin erarbeitet. Die Herausforderung hierbei war es, besser als die anderen beiden Gruppen zu sein, gegen die wir antreten mussten. Naja, aber am Ende haben wir mit unserem Konzept den Pitch gerockt und ein Praktikum abgestaubt.
Jetzt geht es für mich in die nächste Runde. Nach meinem dreiwöchigen Praktikum in der Galerie Schrade folgen nun 10 Wochen in Duisburg. Um alle Missverständnisse gleich im Keim zu ersticken Duisburg ist nicht Düsseldorf, Samir und Eugen!!! Und Marie, es liegt auch nicht im Osten! ;)
Duisburg ist ein Städtchen mit knapp 500.000 Einwohnern und liegt im Ruhrpott. Duisburg ist jetzt nicht der Traum eines jeden, aber genau das macht es so spannend. Andere würden sich New York, London, vielleicht noch Berlin als eine spannende Stadt für ein Praktikum aussuchen, aber nein, dass wäre ja viel zu einfach! So viel ist sicher: ich freue mich die Stadt und den „Pott“ zu entdecken.
Los ging es für mich vor knapp einer Woche am 17.09. mit Sack und Pack in eine Männer WG in der Gellertstraße im Duisburger Stadtteil Neudorf.
Ich hatte nun noch zwei Tage Zeit mich vor Praktikumsbeginn ein wenig einzuleben. Deshalb zogen wir (Samir ein Freund und ich) schon wenige Minuten nach Ankunft los um das Städtchen zu erkunden. Was wir sahen haute uns nicht unbedingt vom Hocker.
Zwar gibt es in Duisburg das ein oder andere Plätzchen, aber das findet man nicht unbedingt am ersten Tag. Wohl etwas ungewohnt für Süddeutsche, da in meiner Heimat fast alle Innenstädte, ihren eigenen Flair haben. Duisburg bietet hier mit dem König-Heinrich-Platz zwar einen nett angelegten Platz, aber irgendwie ist halt alles so neu.
Der erste Tag, ich muss ganz ehrlich sagen, gab mir erst einmal Anlass dazu mich über all die Karlsruher Pappnasen aufzuregen, die immer über Karlsruhe meckern. Allerdings hab ich nun auch eine Lösung für ihre Nörgelei „Schaut euch Duisburg an, dann werdet ihr Karlsruhe trotz Großbaustelle wieder lieben“
Zum Glück war meine timing ausnahmsweise einmal perfekt und uns stand ein Großereignis bevor. Die Vollsperrung der A40!!! Die Hauptschlagader durch die Region, gesperrt für einen Tag. Viele nutzen diese Strecke täglich, jeder braucht sie und vor allem jeder hört sie, denn egal wo man in Duisburg ist, man hört immer eine der Autobahnen, krass oder!?
Insgesamt sind wir an diesem Tag 10km gelaufen, auf die Autobahn hinauf, auf der Autobahn herum und wieder runter. Was wir dort erlebt haben war wirklich einzigartig. Millionen lachende und glückliche Menschen die bei glühender Hitze über eine stinkende, dreckige Autobahn laufen und mit dem Fahrrad darauf herum fahren. Viele haben sie einer der Bierbänke reserviert, die auf den 60km aneinander gereiht aufgestellt wurden. Dort zeigten sie ihr Talent bei gesangs-, tanz- oder anderen kreativen Einlagen. Bei manchen stellten wir allerdings auch vollkommene Talentfreiheit fest, aber das tolle war, dass es ihnen egal war. Der Spaß und die Freude, so etwas gemeinsam auf die Beine zustellen standen im Vordergrund.
Und am Ende des Tages sind alle tot müde ins Bett gefallen um das erlebte zu verarbeiten. Und im nächsten Eintrag erlebe ich dann neue Dinge und ihr seid dabei!