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	<title>Studiengang Kulturmanagement an der Karlshochschule International University in Karlsruhe - Weblog</title>
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		<title>Praktikums Tagebuch-das Finale!</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 21:13:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Solveig Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie versprochen, ist er da, der Orkan&#8230; mit einer Windstärke von ca. 130 km/h haben selbst mein Haare, trotz Dreiwettertaft ihren Halt verloren. Nägel, Werkzeug, Bilder, Skulpturen und unendlich viele Menschen wirbeln durch die Hallen und versuchen unmögliches auf die Beine zu stellen. Bis Mittwoch muss alles fertig sein &#8211; klar, dass wir mit unserem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie versprochen, ist er da, der Orkan&#8230; mit einer Windstärke von ca. 130 km/h haben selbst mein Haare, trotz Dreiwettertaft ihren Halt verloren. Nägel, Werkzeug, Bilder, Skulpturen und unendlich viele Menschen wirbeln durch die Hallen und versuchen unmögliches auf die Beine zu stellen. Bis Mittwoch muss alles fertig sein &#8211; klar, dass wir mit unserem Stand die Ersten sein müssen. Dies lässt die Zeit allerdings noch mehr gegen uns laufen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Montag:</span></p>
<p>Als ob ich es nicht geahnt hätte, ruft mich mein Chef morgens um 08:30 Uhr an. Wie immer sollte ich erst um 11 Uhr an der Galerie sein, aber da Spontanität eines seiner größten Hobbys ist, werde ich kurzfristig aus meinen tiefen Schlaf gerissen um bestmöglich 30 min später an der Galerie abfahrbereit zu stehen. Ja, eine halbe Stunde, ungeduscht und „ungeallest“!</p>
<p>Ohne Frühstück und mit noch gaaaanz leicht verquollenen Augen auf der Messe angekommen, sieht das Messegelände noch genauso verschlafen aus wie ich. Vereinzelt ein paar Aussteller  und Messebauer die letzte Feinheiten ausbessern.</p>
<p>Kaum habe ich die Messe betreten und mich noch nicht einmal umgeschaut, wird das schrad’sche Superheldinnenteam auch schon zum ersten Einsatz gerufen.</p>
<p>Bilder ausladen, ausprobieren wie sie stehen sollen, um sie dann möglichst gerade an die Wand zu bringen. Ecke für Ecke wird unser riesiger Stand zu einer repräsentativen Ausstellungsgalerie.</p>
<p>In der einen Ecke Max Kaminski, gleich neben ihm unsere Meister der Abstraktion mit Georg Meistermann, Erich Fuchs, Hans Kuhn, Shmuel Shapiro und Fritz Winter.</p>
<p>Im letzten Teil unserer Galerie findet man unsere Zauberbilder von Antonio Marra. Ziemlich verspielte bunte Bilder, die eigentlich immer aus zwei verschiedenen Bildern bestehen und durch eine Spachteltechnik für optische Verwirrung sorgen. Zu guter letzt nicht zu vergessen, dass wir auch ein paar Bilder von Christopher Lehmpfuhl dabei haben, um für unsere aktuelle Ausstellung in der Galerie am Zirkel zu werben.</p>
<p>Natürlich haben wir auch einen Skulpturenplatz. Wie der Name schon sagt, sind das Plätze auf denen Skulpturen stehen. Diese Plätze haben wie ich finde eine große Wirkung auf den Messeaufbau, denn wenn man nur einen um den anderen Stand aneinander gereiht hätte, würde es wohl ehr den Charme einer Ausbildungsmesse haben.</p>
<p><img src="http://kulturnetzwerk.karlshochschule.de/wp-content/uploads/2010/03/CIMG33071.JPG" alt="" /></p>
<p>Wir haben auf unserer Fläche Skulpturen von Dietrich Klinge dabei. Riesen Dinger, die mir anfangs gar nicht so gut gefallen haben, ich sie inzwischen aber sehr toll finde. Dies liegt wohl daran, dass ich bislang nur kleine Arbeiten von ihm kannte, die nicht so beeindruckend sind. Herausragend für seine Arbeiten ist, dass die Skulpturen aussehen, also seien sie aus Holz, was sie aber gar nicht sind. Ich bin im Gegensatz zu unseren Messebesuchern recht schnell darauf gekommen, da die Spediteure, die die Skulpturen gestellt haben, andauernd dran gestoßen sind und ich mich irgendwann fragte, was hier so Geräusche macht, bis ich die gigantischen Teile angefasst habe. Jetzt war klar, dass sie nicht aus Holz waren, sondern aus Bronze, die so gegossen und bearbeitet sind, dass es von weitem unmöglich ist das zu erkennen. Und wenn man ein braver Betrachter ist, dann schaut man nun einmal mit den Augen und nicht mit den Fingern, was den Schwindel aber schlecht erkennen lässt.</p>
<p>Mit dem fertigen Skulpturenplatz waren wir nun die Ersten die ihren Stand, bis auf ein paar Kleinigkeiten, fertig gestellt hatten. Nun konnten wir das Licht ausmachen und nach Hause verschwinden, während viele der anderen Galeristen gerade erst ankamen und erst jetzt am Auspacken waren.</p>
<p><img src="http://kulturnetzwerk.karlshochschule.de/wp-content/uploads/2010/03/CIMG3304.JPG" alt="" /></p>
<p><span style="-webkit-text-decorations-in-effect: underline;">Dienstag:</span></p>
<p>Heute ging es an den Feinschliff. Kataloge der Künstler müssen eingeräumt werden, die letzten zwei Marras werden aufgehängt und die fehlenden Skulpturen werden angeliefert.</p>
<p>Zwischen unseren Meistern findet man  nun verschiedene Skulpturen. Der Steinhaufen, welcher aussieht, als hätte sich einer zu lange Andy Goldsworthy Filme angeschaut. Darüber hinaus Arbeiten von Uli Pohl und kinetische Kunst von Jörg Wiele, die sehr meditativ sein kann.</p>
<p>Zu guter letzt eine ganze Menge blaue Yves Klein Möhren von Ralf  Klement. Der Künstler arbeitet die Formen fast ausschließlich mit der Kettensäge heraus. Einst waren seine Möhren noch orange und grün, für diese Messe aber mal was Neues, in blau.</p>
<p>Bei der Beschilderung der  Kunstwerke bekomme ich von unserer Kunsthistorikerin eine kleine Einführung in die schrad’sche Künstlerauswahl, denn immerhin soll ich genau so wie alle anderen Mitarbeiter, Kunden herumführen, beraten, begeistern und bestenfalls auch gleich verkaufen.</p>
<p>In der Galerie Schrade findet man unter den Künstlern viele Professoren der Stuttgarter und Karlsruher Akademie der Künste. Manche von ihnen sind schon tot, andere haben es neben ihren Kollegen wie Baselitz und Lüpertz, nie zum verhofften Erfolg gebracht. Aber was noch nicht ist kann ja noch werden. An unserem Stand ist auch auffallend, dass wir viele abstrakte Bilder dabei haben. In diesem Jahr dominiert auf der Art die figurative Malerei, womit wir für ein wenig Abwechslung sorgen.</p>
<p>Nach meinen kleinen Exkurs in die Kunstgeschichte habe ich Susanne Zuehlke noch geholfen ihre Bilder aufzuhängen. Sie ist eine der wenigen Künstlerinnen die von der Galerie Schrade vertreten werden Susanne kommt aus Düsseldorf, kam zum Studium nach Karlsruhe und lebt und arbeitet noch immer hier.</p>
<p>Was ich hierbei erstaunlich finde ist, dass obwohl ich „nur“ einen Praktikantin bin, ich immer für voll genommen werde und den Mitarbeitern und Künstlern meine Meinung wichtig ist. Das kenne ich aus anderen Praktika ganz anders.</p>
<p>Nachdem fertig stellen meiner Arbeit darf ich in den verdienten Feierabend um für die morgige Eröffnung fit zu sein.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Mittwoch:</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
<p>Um 14:00 Uhr geht es los die Presse und die Schwips&#8230;.ähhh VIPs ziehen ein. Viele bekannte und prominente Gesichter laufen durch die 4 Hallen der Art Karlsruhe. Eingepackt haben sie die Leidenschaft für Kunst und das ein oder andere Interesse daran ein Werk zu erwerben, wobei ich mich dabei oft gefragt habe, was da Schein oder Sein ist. Nun ja, meine Aufgabe ist es auch nicht das heraus zu finden, sondern den Besuchern Kunst näher zu bringen, sie vor allem für unsere Künstler und die damit verbundenen kommenden Ausstellungen zu begeistern.</p>
<p>Nach dem ein paar Stunden vergangen waren, taten einem die Beine ganz schön weh und hoffte, dass sich nun bald alle einmal durch die Halle geschoben haben und somit langsam nach Hause gehen.</p>
<p>Gegen Ende wird es dann zum Glück auch leerer und man freut sich in Kürze eine Position im Waagrechten einnehmen zu können.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Donnerstag-Sonntag/Die Messetage:</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
<p>Die nächsten 4 Tage lassen sich ganz gut zusammenfassen, da so ein Messetag immer irgendwie gleich aussieht. Licht an, unseren schönen weißen Tulpen Wasser geben, Tische von den Fingerabdrücken des letzten Messetags befreien und es kann losgehen.</p>
<p>Da an unserem Stand herrscht Zunft und Ordnung. Wir sind zu viert und jeder hat seine Zuständigkeit. Eva muss sich um Klinge kümmern und immer wieder auf seine Arbeiten klopfen, dass man auch merkt aus welchem Material sie sind. Meli unsere Doktorin muss sich um die alten Kamellen kümmern, die fast alle nicht mehr unter uns weilen. Ula hat die blauen Möhren, die Marras und ich darf mich um Erich Mansen, Max Kaminski und die Türmbauer von Babel, Reiner Seliger kümmern.</p>
<p>„Hallo kennen sie Max Kamiski? Vielleicht ist es in ihrem Interesse, dass unsere kommende Ausstellung in der Galerie am Zirkel eine Max Kaminski Ausstellung ist. Im Fordergrund stehen seine Karlsruher Jahre, als er hier eine Professur an der Kunstakademie inne hatte“. Vielleicht noch ein bisschen was aus seinem Leben erzählt und was seine Kunst geprägt hat. Dann einen Flyer in die Hand gedrückt, noch auf unsere Galerie auf Schloss Mochental aufmerksam gemacht, im besten Fall noch einen Katalog verkauft und „der Nächste bitte“.</p>
<p>Leider waren nur selten potenzielle Käufer darunter, meist Schüler von ihm, die erstaunt waren, dass er noch lebt und ihn unbedingt bei der Ausstellungseröffnung am 11. April mal wieder sehen wollen.</p>
<p>Zum Glück haben wir am zweiten Tag unsere engmaschige Arbeitsauteilung etwas aufgelockert, sonst wäre es wahrscheinlich etwas langweilig geworden.</p>
<p>Mein Lieblingsarbeitsplatz war der bei Antonio Marra. Nicht nur, dass der Künstler meist  vor Ort war, sondern auch seine Werke selbst waren einen Blick wert und verzauberten die Besucher mit Verwunderung und einem Lächeln.</p>
<p>Aber seht selbst:<br />
<img src="http://kulturnetzwerk.karlshochschule.de/wp-content/uploads/2010/03/CIMG3298.JPG" alt="" /><br />
<img src="http://kulturnetzwerk.karlshochschule.de/wp-content/uploads/2010/03/CIMG3300.JPG" alt="" /><br />
<img src="http://kulturnetzwerk.karlshochschule.de/wp-content/uploads/2010/03/CIMG3299.JPG" alt="" /></p>
<p>Wie schon erwähnt bestehen seine Bilder eigentlich aus zwei Motiven. Dadurch, dass es durch Spachtelmassen dem Bild eine Rillenstruktur verleiht wird das Werk dreidimensional. Eine Rillenseite ist anders bemalt als die andere, so ergeben sich die zwei Bilder, eines von der einen Seite und das andere von der anderen. Wenn man dann direkt davor steht liegen die Bilder übereinander und man sieht beide auf einmal.</p>
<p>Das schönste an solch einer Messe ist aber wirklich der Moment in dem es heißt „ Ja, sie nehmen es!“ Wenn das ganze Team dazu beigetragen hat, das eines der guten Stücke den Besitzer wechselt und dieses Gefühl wird auch nicht schlechter um so öfter es passiert, dass könnt ihr mir glauben! In diesen Fällen macht das Einpacken der Bilder natürlich um so mehr Spaß.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Fazit dieser Woche:</span></p>
<p>Während der Messe habe ich immer wieder gesehen wie anstrengend es ist solch eine Messe durchzuziehen. Klar, da steht ein ganzes Team dahinter, aber der, der immer dabei ist und wirklich überall nach dem Rechten schaut ist Herr Schrade. Sei es eine beschädigte Messestandwand, oder ein Galerist der ihn anspricht, weil eine Tür aufgemacht werden muss um schneller verladen zu können. Er macht wirklich alles und das mit einem Elan, wie ich ihn selten gesehen habe. Jeder der Galeristen, Sammler und Besucher soll denken, dass es ohne ihn nicht gehen würde, aber gerade das macht das Arbeiten aus und verhindert die derzeit herrschende Gleichgültigkeit anderer gegenüber.</p>
<p>Ganz ehrlich, was für eine tolle Chance ist es, bei jemanden ein Praktikum zu machen, der einen überall mit nimmt und einem so vieles weiter gibt, obwohl man ihn gerade einmal ein paar Wochen kennt. Herr Schrade ist für mich ein großes Vorbild, nicht nur, weil er zeigt, dass es keine Behinderung ist nur eine Hand zu haben, sondern auch weil er weiß was er will und mit diesem Willen schafft er es, das Unmögliche möglich zu machen. Oder wem fällt sonst noch eine Messe ein die der Art durch eine Person verkörpert wird.</p>
<p>Deutlich wird mir bei meinem Praktikum auch wieder wie wichtig es ist praktische Erfahrungen auch ganz unabhängig von der Hochschule zu sammeln. Unternehmensprojekte, die an unserer Hochschule durchgeführt werden sind ausnahmslos wichtig und tragen dazu bei, praktische Erfahrungen für das bevorstehende Berufsleben zu sammeln. Aber ganz alleine in einen Betrieb rein zu kommen, sich zu beweisen und zu zeigen, dass man was kann, ist viel, viel wichtiger!</p>
<p>Also liebe KM’ler fühlt euch ermutigt ein Praktikum zu machen, auch wenn es sich nur um 3 Wochen handelt. Ihr müsst dazu nicht nach New York, London oder Paris, schaut euch in Karlsruhe und Umgebung um, was es hier so gibt. Nicht umsonst berichtete das ART Magazin vor kurzem darüber, dass die wichtigsten Sammler in Baden-Württemberg sitzen. Mit Sammlung der Familie Burda und Weishaupt, aber auch mir einem der ältesten Kunstvereine Deutschlands dem Badischen Kunstverein, haben wir doch tolles in der Nachbarschaft zu bieten.</p>
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		<title>Praktikums Tagebuch-2 Woche</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 22:18:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Solveig Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich würde behaupten, es ist die Ruhe vor dem Sturm. In diesem Fall heißt der Orkan „Art Karlsruhe“.
Tag 1:
Wie immer bin ich Punkt 11:00 Uhr an der Galerie, jedoch kein Herr Schrade in Sicht. Ein paar Minuten Verspätung sind nicht unüblich, da er meist vorher noch auf der Messe ist. Deshalb musste ich an diesem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich würde behaupten, es ist die Ruhe vor dem Sturm. In diesem Fall heißt der Orkan „Art Karlsruhe“.</p>
<p>Tag 1:</p>
<p>Wie immer bin ich Punkt 11:00 Uhr an der Galerie, jedoch kein Herr Schrade in Sicht. Ein paar Minuten Verspätung sind nicht unüblich, da er meist vorher noch auf der Messe ist. Deshalb musste ich an diesem Tag mit Ula vorlieb nehmen, aber der Vorteil dabei war, dass es erstmal gaaanz gemütlich losging.</p>
<p>Nach einem leckeren Kaffee, ein bisschen hier und da die Spuren der hektischen Vernissage beseitigt und einem Galeriebesucher der mir etwas von einem gewissen „Kritzelitz“ erzählt, welcher gerade eine Ausstellung in Baden-Baden hat und seine Frau da unbedingt hin gehen möchte. Er meinte damit Baselitz, einer der gefragtesten Künstler unserer Zeit. Aber wenn er seine Werke als Kritzelei ansieht, soll er sich einen Lehmphul kaufen, da kann er schön Landschaft kucken.</p>
<p>Auch weiter zwei Kaffee später war Herr Schrade noch immer nicht da und ich beschloss ihn jetzt doch mal anzurufen, was ich eigentlich ungern mache, denn dieser Mann wird wirklich ständig angerufen. Nach dem Telefonat war klar, dass ich an diesem Tag, das schöne Wetter genießen durfte, da er auf der Messe festsitzt und heute nicht mehr in die Galerie kommt. Morgen soll ich aber pünktlich um 10:27 am Bahnhof auf Gleis 7 stehen.</p>
<p>Tag 2:</p>
<p>10:15 Uhr am Hauptbahnhof angekommen, sollte es wenige Minuten später losgehen. Auf dem Weg zu den Bahngleisen erblicke ich schon von weitem einen hastig schreitenden und wie immer am Telefon hängenden Herrn Schrade, wie er den falschen Bahnstieg hinauf läuft, aber zum Glück ist eine Assistentin immer zur Hand (ICH) und weißt ihn darauf hin.</p>
<p>In Ehingen mit 45 Minuten Verspätung angekommen, geht es in ein sich noch im Rohbau befindendes Gebäude. Es sollen ein paar neue dekorative Kunstwerke von nicht gerade geringem Wert angeschafft werden. Herr Schrade soll bei seinem Rundgang geeignete Plätze für neue Anschaffungen finden. Leider mussten wir feststellen, dass es nicht all zu viel große Flächen zum Hängen gab, was natürlich bedeutet, dass nicht viele große Werke in Frage kommen.</p>
<p>Nächster Zwischenstop auf dem Schloss: Tasche aufs Zimmer, Boiler an um dieses Mal eine warme Dusche genießen zu können und weiter geht es. Denn noch nicht ganz fertig  hallt es schon durchs Schloss „ Wo bleibed sie denn!“ Und husch, husch sitzt man wieder im Auto zum nächsten Termin.</p>
<p>Diesmal zum Rahmer. Denn die Familie einer bekannten Drogeriekette hätte gerne Poster gerahmt. Da sie zur guten Kundschaft der Galerie Schrade gehören, werden in diesem Fall auch Dinge erledigt, die eigentlich nicht zum Aufgabenbereich eines Galeristen zählen. Aber wie Herr Schrade immer wieder betont „ Es sind die kleinen Dinge die das Große, Ganze ausmachen.“ Kaum gesagt, schon klingelt das Mobiltelefon und ein treures Stück geht über den Ladentisch.</p>
<p>Ein jubelnder Herr Schrade sitzt neben mir und freut sich kindlich über sein verkauftes Bild. Kein Wunder, bei dem Preis <img src='http://kulturnetzwerk.karlshochschule.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zurück im Schloss gehen für mich die Messevorbereitungen weiter. Kataloge der Künstler zusammen suchen, Biografien ausdrucken und alles andere erledigen was einem sonst noch so aufgetragen wird.</p>
<p>Mit einem leckerem Essen in der örtlichen Wirtschaft geht mein zweiter Tag zu ende.</p>
<p>Tag 3:</p>
<p>Um 08:00 Uhr vom Sonnenschein über das ganze Tal strahlend geweckt, beginnt der nächste Tag. An diesen Ausblick könnte ich mich wirklich gewöhnen! Nach einer warmen Dusche und einem noch wärmeren Tee kann ich nun gestärkt an die Arbeit gehen, denn es gibt viel zu tun.</p>
<p>Zuerst werden alle Kunstwerke die nun noch fehlen verpackt um sie daraufhin ins Auto zu laden und zwar möglichst so, dass ihnen nichts passiert. Das Einladen der Bilder ähnelt einem Puzzle und ich frage mich, was wohl die Restauratorin zu diesem Durcheinander sagen würde. Dann noch alle Kartons dazu, die bis zum Rand mit Ausstellungskatalogen für die Messe gefüllt sind.</p>
<p>Dann geht es auf zum ersten Termin des Tages nach Reutlingen zu Prof. Erich Mansen, einem deutschen Maler der auch schon an der Akademie in Stuttgart eine Professur inne hatte. In seinem Atelier angekommen werden schnell drei hochformatige Bilder eingepackt um sie kurz darauf im Landratsamt Reutlingen wieder auszupacken. Diese interessieren sich für einen Mansen. Den Gang des Landratsamtes entlang schreitend wird mir klar, warum sie einen Erich Mansen in ihrer Sammlung haben wollen. Im ganzen Gang hängen bunte Druckgrafiken von seinem Sohn Matthias Mansen. Die Nische am Ende jenes Ganges soll nun mit einem Werk des Vaters bestückt werden.</p>
<p>Die Bilder werden verrückt, um ihre bestmögliche Geltung zu erzielen, werden interpretiert bis dann endlich fest steht: „der offene Raum“ soll es sein. Ein helles freundliches Bild, welches den Blick in das innere des Werkes zieht, „als ob es weiter gehen würde“ umschreibt es einer der Herrschaften sehr treffend.</p>
<p>Doch bevor es seinen endgültigen Bestimmungsort gleich neben der alten Holztüre in einer wie für das Werk bestimmten Nische findet, kommt es noch einmal mit ins Auto um dann auf der Art Karlsruhe ganz offiziell verkauft zu werden. Außerdem ist es ja auch schön zu sagen „Unser Mansen stand schon auf der Art!“</p>
<p>Mit Mansen und all den anderen Werken zurück in Karlsruhe ist dann auch schon ein wenig später Feierabendzeit.</p>
<p>Tag 4:</p>
<p>Eigentlich sollte ich heute gar nicht hier sein, da ich eine französisch Prüfung schreiben muss und wenigstens noch ein bisschen lernen wollte, aber nein, ich musste auf die Galerie aufpassen, da eine Mitarbeiterin krank war. Das bedeutet jetzt für mich vor und nach der Klausur in der Galerie stehen und Besucher begrüßen, mit Infos versorgen und auf die Art aufmerksam machen.</p>
<p>Außer, dass ich mich an diesem Tag mit Herrn Schrades Weinkühler beschäftigt habe, der Sprudelflaschen zum platzen bringt, weil er gefriert, obwohl er eigentlich nur für 4-18 Grad bestimmt ist, ist an diesem Tag recht wenig los, aber wie gesagt, es ist die Ruhe vor dem Sturm.</p>
<p>Fazit dieser Woche:</p>
<p>Man gewöhnt sich immer mehr an die Aufgaben,  seinen Chef  und die damit verbundenen Eigenheiten. Man lernt, dass jeder Bilder anders verpackt haben möchte. Man lernt, dass man nicht alles persönlich nehmen darf, was einem der Chef so an den Kopf wirft und man lernt Lob von Herrn Schrade ganz besonders zu schätzen, da das bei ihm nicht so oft vorkommt.</p>
<p>Ein bisschen ist dieses Praktikum wie Rufdienst, jeder Zeit und überall für einen Einsatz im Namen der Kunst bereit zu sein.</p>
<p>Jetzt freu ich mich erstmal auf die Art und die damit verbundene Arbeit&#8230;..Ziel ist es für mich einen Fritz Winter zu verkaufen, ziemlich teuer die Teile!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Pop Life &#8211; Warhol, Haring, Koons, Hirst,&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 16:49:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadine Firon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Schrill, bunt, zynisch, kritisch – so präsentierte  sich mir die Sonderausstellung der Hamburger Kunsthalle.  Sie zeigt die bedeutendsten Gegenwartskünstler von Andy Warhol über  Keith Haring, Jeff Koon bis hin zu Damien Hirst, die eines gemeinsam haben: sie beherrschen unverhohlen das Spiel mit den Massenmedien um sich und Ihre Kunst in einer durch und durch kommerzialisierten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schrill, bunt, zynisch, kritisch – so präsentierte  sich mir die Sonderausstellung der <a href="http://www.hamburger-kunsthalle.de/">Hamburger Kunsthalle</a>.  Sie zeigt die bedeutendsten Gegenwartskünstler von Andy Warhol über  Keith Haring, Jeff Koon bis hin zu Damien Hirst, die eines gemeinsam haben: sie beherrschen unverhohlen das Spiel mit den Massenmedien um sich und Ihre Kunst in einer durch und durch kommerzialisierten Gesellschaft zu inszienieren. Dabei reicht es aber durchaus  nicht mehr aus „nur“ Künstler zu sein. Sie schlüpfen in die Rolle des Galeristen, Kunsthändlers, Fälschers, Auktionators oder Prominenten um sich zu inszenieren. Wie bei der Frage nach der Henne und dem Ei, stellt sich während der Ausstellung die Frage: Kommerzialisierten sich die Künstler und ihre Werke selbst oder ist es eine bloße Reaktion auf unsere kommerzielle und konsumgeile Gesellschaft? Ich weiß es nicht, denn ohne Henne kein Ei und ohne Ei keine Henne (auch noch Vatter Hahn zu betrachten wäre jetzt echt zu kompliziert).</p>
<p>Noch vor der Leihstelle für Audio-guides begrüßt einen Damien Hirst’s „False Idol“, ein auf einem massiven Marmorsockel thronendes, goldumrandetes, in Formaldehyd eingelegtes Kälbchen. Dieses brachte dem Künstler zusammen mit 223 anderen Werken von ihm rund 90 Millionen€ auf der Sotheby’s Auktion ein. Dabei trat Hirst selbst als Zulieferer auf und trickste somit das (Galeristen-)system aus. <br />
Der erste Teil der Ausstellung ist  Andy Warhol gewidmet &#8211; der „Godfather of Self-dramatization“. Er begann seine Werke selbst zu „fälschen“, trat im grotesken  Outfit in Werbespots und TV-Shows auf, hatte sogar eine eigene TV-Talkshow und gab sein Promi-Magazin „Interview“ heraus. Warhol entwickelte sich zu einer Marke und wer wichtig war oder sich dafür hielt, ließ sich von Ihm portraitieren. Der Künstler selbst umgab sich gerne mit den Stars und Sternchen und wurde selbst zu einem NY Celebrity. Seine Maxime „good business is the best art“ wurde bald zum Credo einer Vielzahl junger Künstler. Sie erschufen nun nicht mehr „nur“ Kunstwerke, sondern gründeten Labels, Shops oder gar eigenständige Firmen. So wurden einige berühmte Künstlerräume der letzten zwei Jahrzehnte nachgebaut: Keith Harings &#8220;Pop Shop&#8221;, in dem der zum Star aufgestiegene Graffiti- Maler mit seinen Strichmännchen bedruckte T-Shirts, Spielzeuge und Anstecker verkaufte; einen Raum aus Martin Kippenbergers selbst kuratierter Schau, mit ihm selbst als Hauptthema; ein paar Vitrinen aus Tracey Emins und Sarah Lucas’  kurzlebigem Ramschladen im Londoner East End.</p>
<p>„Sex sells“ -  das wurde im zweiten Stock der Kunsthalle klar. Jeff Koons lichtete sich beim Sex mit seiner Ex-Frau und Pornosternchen Cicciolina ab. Zusehen ist das in einem kleinen, mit schwarzem Vorhang verhängten Raum wobei ein Schildchen „Zutritt erst ab 18 Jahren“ bereits vor warnt. Da beschlich bestimmt nicht nur mich die Frage ob diese „Kunst“  auf der Herbertstraße nicht besser aufgehoben sei. Auch Richard Prince löste mit dem abfotografierten Playboy-Bild der nackten 10 jährigen Brooke Shields in London einen handechten Skandal aus, weshalb  es in Hamburg durch eine Bikini-an-Motorrad-Version ersetzt wurde. Noch einmal schrill-bunt wurden die Quadratmeter des Japanischen Künstlers Takashi Murakami. Seine übergroße Mangafigur  streckte einem im knappen Bikini ihre riesigen Brüste entgegen, auf einem Plasmabildschirm lief Prinzessin Akihabara singend durch den Tokioer Manga-Stadtteil und auf einem Faltblatt bemerkte der Künstler abschließend, dass „je mehr wir studieren, desto schwieriger die Beantwortung der Frage wird was Kunst  ist“. Dem entsprechend kann man dann auch im fast schon obligatorischen Museumsshop  gedankenlos einige Andenken und Miniaturausgaben konsumieren.</p>
<p>Wer also noch bis 9.Mai den Weg in die Hansestadt findet, sollte der Kunsthalle unbedingt einen Besuch abstatten und der schrillen, bunten, lauten Konsumwelt frönen.</p>
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		<title>Praktika-Tagebuch</title>
		<link>http://kulturnetzwerk.karlshochschule.de/2010/02/21/praktika-tagebuch/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 20:44:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Solveig Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In  den kommenden 3 Wochen werde ich euch ein bisschen von meinem Praktikum erzählen, um auch in den Ferien unserem Blog ein bisschen Leben einzuhauchen.
Die Galerie Schrade gibt es schon seit 1971. Mit vielen Zwischenstationen in Reutlingen, Kisslegg, Lindau und Mochental, hat Herr Schrade 1999 eine weitere Galerie in Karlsruhe eröffnet. Zunächst fand man sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In  den kommenden 3 Wochen werde ich euch ein bisschen von meinem Praktikum erzählen, um auch in den Ferien unserem Blog ein bisschen Leben einzuhauchen.</p>
<p>Die <a href="http://www.galerie-schrade.de/">Galerie Schrade </a>gibt es schon seit 1971. Mit vielen Zwischenstationen in Reutlingen, Kisslegg, Lindau und Mochental, hat Herr Schrade 1999 eine weitere Galerie in Karlsruhe eröffnet. Zunächst fand man sie in der Zähringerstraße, bevor sie 2008 in den Prachtbau am Zirkel einzog. Eine wunderschöne Galerie, die aufgrund der eigens angefährtigen Schiebewände, von Ausstellung zu Ausstellung ein anderes, individuelles Gesicht bekommt.</p>
<p>Im November betrat ich zum ersten Mal im Rahmen der ACCEPT Konferenz die Galerie. Davor habe ich mich, um ehrlich zu sein noch nie hinein getraut. Als ich dann aber drin war, fand ich es ziemlich spannend. Immerhin ist Herr Schrade ein sehr erfahrener Galerist und Initiator der Art Karlsruhe, bei der man wirklich von einem Erfolgskonzept sprechen kann. Aber zurück zu unserem Besuch. Dass Herr Schade ein sehr beschäftigter Mann ist, haben wir schon damals erfahren dürfen. Zwischen Tür und Angel ein Interview zu geben, dabei einen Apfel essen und noch kurz ein paar Telefonate zu führen-kein Problem! Nachdem Frau Merkwitz ihn in ein Gespräch verwickelt hatte und sie somit die Gelegenheit nutzte auch uns Studenten kurz vorzustellen, konnten wir ihm noch ein paar Fragen zur Messe und allem was die Kunst bewegt stellen.</p>
<p>Um einen kleinen Einblick in das Arbeiten einen Galeriesten zu bekommen und mir anzuschauen wie man eine Kunstmesse auf die Beine stellt habe ich Herrn Schrade ziemlich spontan gefragt, ob er nicht während der Art Hilfe brauchen könnte. Um an dieses begehrte Praktikum zu kommen, reicht es keineswegs eine E-mail, oder schriftliche Bewerbung zu schreiben. Herr Schrade mag es gerne persönlich und er konnte sich sogar an meinen kurzem Besuch im November erinnern. Gute Vorraussetzungen! Wenn man dann gebeten wird Platz zu nehmen heißt es: Sitzfleisch beweisen! Zwei Stunden, ca.15 Telefonaten und 3 Galeriebesuchern später, gelang es mir heraus zu finden, ob ich bei ihm ein Praktikum machen darf und wann es denn nun los gehen soll.</p>
<p>Tag 1:</p>
<p>Los ging es am Montag den 15.02., eigentlich sollte ich erst am Dienstag anfangen, da die Galerie Montags gar nicht geöffnet hat, aber falsch gedacht. So weckte mich Montagmorgens eine fröhliche Stimme &#8221; Raus aus den Federn, es gibt viel zutun!&#8221; Ich dachte mir nur, wie schön von seinem Chef geweckt zu werden,ahhhh! In Windeseile kroch ich aus meinem Bett und ins Bad, damit ich kurze Zeit später in der Galerie sein konnte. Dort hängte ich dann gemeinsam mit Helmut Wetter (Karlsruher Künstler) seine Ausstellung ab, welche Samstags zu Ende ging. Zu Hilfe kam uns eine Kunstrestauratorin, die lange Zeit im Museum Ludwig und später in der Kunsthalle Karlsruhe gearbeitet hat. Sie zeigte mir dann, wie man Bilder so verpackt, dass sie weder Transportblessuren, noch Schäden von Klebeband und Polsterfolie bekommen. Dabei erzählte Sie mir von ihrer führen Arbeitsstellen und dem Wirken als Frau, in der von Männern dominierten Kunstwelt.</p>
<p>Danach ging ich mit Herrn Schrade eine Hilti kaufen um in der kommenden Woche der einzigen Betonwand in der Galerie, den Kampf anzusagen.  Hier wurde mir schon klar, dass ich meine handwerklichen Fähigkeiten zum Einsatz bringen muss. Tag 1, war wirklich ein milder Einstieg in das Leben und Arbeiten des Herrn Schrade, aber vielleicht war das alles nur Taktik um mich nicht zu schocken!</p>
<p>Tag 2:</p>
<p>Am Dienstag ging es zuerst auf die Messe um gemeinsam mit dem Projektteam der Art Karlsruhe weitere Details bezüglich der Stromversorgung und der Allgemeinen Ablagefläche für Pausenbrote der Galeristen, während der Messe zu besprechen. Am Nachmittag traf dann mit einer Stunde Verspätung die Lieferung aus Berlin, mit Bildern von Christopher Lehmpfuhl, für die neue Ausstellung ein.</p>
<p>Zunächst dachten wir der Transporter wäre von der Fahrt so schmutzig, bei näherem Betrachten stellte sich heraus, dass dieser Dreck, Ölfarbe ist. Anfangs war mir nicht ganz klar wie man seinen Transporter nur vom Ein- und Ausladen so verschmieren kann. Als die Transportertüre zum ausladen der Bilder geöffnet wurde, sah ich Lehmpfuhls Werke, welche von einer ca. 10cm dicken Ölschicht bedeckt waren, was zum einen die Verunreinigungen erklärte.  Für mich bedeutete dies aber zunächst den Boden mit Folie auszulegen, um die Bilder abstellen zu können, da sie sonst die weisen Wände und den Boden vollsauen würden. Nach dem Ausladen ging es weiter in die Zähringerstraße, um weitere Bilder abzuholen, welche dort eingelagert waren. Da es Faschingsumzug war, mussten wir gezwungenermaßen einen anderen Weg wählen um an unser Ziel zu kommen. Dieser Weg führte uns durch eine Tiefgarage mit einer Einfahrtshöhe von nur 2 Metern. Trotz Abraten meinerseits, wollte man mir nicht glauben, dass Transporter für gewöhnlich höher als 2 m sind. Sekunden später folgte die Belehrung, denn wir steckten fest!</p>
<p>Nachdem es uns gelang uns zu befreien kamen wir an unserem Ziel an und verluden noch einige der hübschen Werke. Nach dem Abladen fanden sie ihren vorläufigen Platz angelehnt an die Wand, um zu einem späteren Zeitpunkt zu einem Ausstellungskonzept arrangiert zu werden. Ich wurde verdient in meinen Feierabend entlassen, um am nächsten Tag wieder pünktlich, mit gepackten Koffern auf der Matte zu stehen.</p>
<p>Tag 3:</p>
<p>Warme Sachen sollte ich mir einpacken, da es in der Galerie Schloss Mochental im Winter ganz schön kalt sei. Gesagt getan packte ich mir meine Skiunterwäsche ein, die bis zu -15Grad mollig warm hällt. Nach einer rassanten Fahrt mit Zwischestop in Metzingen zum &#8220;Mauldasche esse&#8221; , wie der Schwabe so gerne sagt, warne wir kurz vor unserem Ziel. Braune Schilder mit der Aufschrift Schloss Mochental, liesen meine Erwartungen ins unermessliche steigen. Auf Papier gedruckt,  hab ich das Schloss ja schon gesehen, auch gegoogelt habe ich es schon, um zu wissen was mich erwartet, aber das was dann kam, ist wirklich nicht mit Worten zu beschreiben, aber zurück ins Auto&#8230;.von Ehingen zum Schloss Mochental führt eine kurvige Landstraße. Hinter jeder Kurve erwartete ich gespannt das Schloss zu erblicken. Als ich es dann sah dachte ich nur, dass es wohl nur ein Traum sein kann! Kunst auf 2500qm eine Galerie,kein Museum&#8230;.einfach unvorstellbar!</p>
<p>Seit 1985 gibt es die Galerie Schrade im Schloss Mochental. Alle 6 Wochen eine andere Ausstellung, meistens sogar zwei gleichzeitig, da 2500qm einfach unheimlich viel Platz ist. Zurzeit eine unglaublich gute Ausstellung von Chinesischen Künstler &#8220;All the great modern things-Chinese Pop&#8221; , also der nächste Ausflug mit der FH kann auch gerne dort hin gehen, sehr zu empfehlen!</p>
<p>Nachdem ich mir die tolle Ausstellung angesehen habe, suchten wir noch das ein oder andere Bild aus Herrn Schrades eigener Sammlung, für die Art Karlsruhe aus und gingen danach ins Bett. Meine erste Nacht in einem Schloss, uhhhh, und dann auch noch zwischen Bilderstapeln, die in meinem Zimmer gelagert werden- schon ziemlich verrückt!</p>
<p>Tag 4:</p>
<p>Dass kalte Bettchen stellte sich dank Skiunterwäsche und Mütze als gar nicht all zu kalt heraus, die Dusche allerdings war sehr erfrischend, da man vergessen hatte den Boiler anzustellen.</p>
<p>Die erste Station an diesem Tag sollte München sein um dort den Art Karlsruhe Katalog zu präsentieren Nach eine Käfer Weißwurst ,ging es weiter nach Augsburg in das Atelier von Max Kaminski. Dort angekommen durfte ich mich in seinem riesigen Atelier (noch nie ein so ordentliches gesehen!) umschauen und seine Werke bestaunen. Da wir aber nicht zum kucken gekommen waren, packten wir zügig die für die ART ausgewählten Arbeiten ein und transportierten sie sicher weiter nach Ulm. Dort setzten wir Sohn, Tobias Schrade ab, der selbst eine Galerie hat und packten noch mehr Kunst ein, fuhren dann weiter nach Mochental wo wir ein weiteres Mal unseren Anhänger beluden.</p>
<p>Da wir  an diesem Tag noch nicht genug Kilometer hinter uns gebracht hatten, fuhren wir weiter nach Karlsruhe. Endlich zu Hause angekommen, viel ich nach unserer Tagestour und 7 Stunden im Auto, halb tot ins Bett.</p>
<p>Tag 5:</p>
<p>Heute kommen die Bilder an die Wand. Nach einigen Änderungen in der Bildfolge, wurde viel gehämmert, gebohrt und schließlich fingen wir an die ziemlich schmutzigen Dingen an die Wand zu hängen. Wie aufreibend das ist merkte ich am nächsten Tag, ich hatte Muskelkater!  An einem 20.000 Euro Bild hält man sich nun einmal gut fest!</p>
<p>Nachdem die guten Stücke endlich hingen, ging es an die Skulpturen von Menno Fahl, welche einen Tag zuvor zusammen mit dem Künstler in KA ankamen. Seine bunten, monsterähnlichen, aus Müll und Bronze gestalteten Skulpturen mussten auf Sokel gestellt und arrangiert werden.</p>
<p>Zuletzt kamen noch die Feinheiten: Licht ausrichten, Löcher verspachteln, Bilder auszeichnen, Skulpturen nummerieren und Preislisten schreiben, aber jetzt konnte es von uns aus los gehen.</p>
<p>Tag 6:</p>
<p>Es ist Sonntag 11:00 Uhr. Alles ist vorbereitet, die Künstler sind vor Ort und die ersten Leute treffen ein- es ist Vernissage! Vorteil einer Galerieeröffnung um 11:00 Uhr? Ja, genau schon mal keine Studenten die nur vorbei kommen, um Alk für umme zu trinken, aber dem entsprechend alt war das Publikum.</p>
<p>Nachdem  sich die Galerie  gefüllt hat, konnte es los gehen. Zuerst ein paar Worte zu den Künstlern, wo Herr Schrade sie getroffen hat und wie lange sie schon unter seinen Fittichen hat. Daraufhin folgte dann noch ein kleines Zwiegespräch zwischen den befreundeten Künstler, welches die ein oder andere Besucherin zu schallend lautem Lachen verführte, welches wiederum dazu führte, dass der Künstler sie entgeistert anschaute und sich wahrscheinlich das selbe dachte wie ich &#8221; Sag ma, is die irre, so lustig is es nun auch nich, dass die wie ne Hexe lachen muss!&#8221;</p>
<p>So, es ist eröffnet, also heißt es nun verkaufen, verkaufen, verkaufen. Interessant war zu sehen, dass bei diesem gesellschaftlichen Schaulaufen auch ernsthafte Käufer, darunter zu finden waren. Unter anderem fragte mich einer, ob man bei Christopher Lehmpfuhl mit einer kontinuierlichen Preissteigerung rechnen kann. Der Herr war von einer Stiftung, meine Frage dabei: Wie kann man einen los lassen, der Kunst kaufen soll und null Ahnung davon hat?!</p>
<p>Nachdem alle mit Wein, Wasser und kleinen Leckereien verköstigt wurden, durfte ich Gläser polieren und wurde daraufhin dankbar für meine Hilfe in den Feierabend entlassen.</p>
<p><strong>Fazit dieser Woche:</strong></p>
<p>1. Herr Schrade ist mit fast 70 Jahren ein sehr hart arbeiteder Mensch, aber kein Wunder, was es alles zu machen gibt, wenn man eine Galerie mit 2500qm +eine mit 300qm bespielen muss. Und nicht zu vergessen, die Art Karlsruhe findet zwar nur an 5 Tagen im Jahr statt, aber die Planung und Organisation läuft über das ganze Jahr.</p>
<p>2. Wenn man in einer Galerie arbeiten möchte ist es sinnvoll, Anhänger anhängen, Löcher bohren und spachteln zu können.</p>
<p>3. Alles in allem: verdammt viel gelernt, viel gerannt, viel Spaß gehabt und ziemlich müde, aber freu mich auf die nächste Woche. 4. Leider kann ich ja nur 3 Wochen machen, da unsere Ferien viel zu kurz sind!</p>
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		<title>U-projekt WS09/10</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 15:31:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Solveig Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, wir haben es geschafft und haben unsere Präsentation, wie wir finden, sehr erfolgreich am Freitag den 05.02.2010 um 12:15 hinter uns gebracht.
Zwei Wochen haben wir intensiv an einem Marketingkonzept für das Karlsruher Kulturamt gearbeitet und es hat sich wirklich gelohnt!
Die ein oder andere schlaflose Nacht, in der man kein Auge zu bekommen hat, weil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, wir haben es geschafft und haben unsere Präsentation, wie wir finden, sehr erfolgreich am Freitag den 05.02.2010 um 12:15 hinter uns gebracht.</p>
<p>Zwei Wochen haben wir intensiv an einem Marketingkonzept für das Karlsruher Kulturamt gearbeitet und es hat sich wirklich gelohnt!</p>
<p>Die ein oder andere schlaflose Nacht, in der man kein Auge zu bekommen hat, weil man einfach nicht zufrieden war mit dem was man über den vergangenen Tag erarbeitet hatte. Jetzt wo alles rum ist erscheint mir das als sehr gute Probe für unseres späteres Berufsleben. Man muss ein perfektes Konzept abliefern, und das bis zu einem bestimmten Datum. Bis zu diesem Stichtag muss alles fein säuberlich ausgearbeitet sein&#8230;.aber das Wichtigste, man muss selbst damit zufrieden sein. Dies ist meiner Meinung nach, eine sehr große Herausforderung, wenn nicht sogar die Größte! Denn wenn man bei der Präsentation da vorne steht, vor den Professoren und noch schlimmer vor den Kunden, ist es von Vorteil, von dem überzeugt zu sein was man gemacht hat.</p>
<p>Ganz ehrlich, ich war es erst als ich die Reaktion des Kulturamtes gesehen habe.  Das Kulturamt hat gemerkt, dass man heutzutage mehr machen muss und auch kann, um junge Leute für Kultur zu begeistern. Ich hab keineswegs erwartet, dass wir so eine Reaktion überhaupt bewirken können, aber genau das haben wir uns gewünscht. Die etwas verschlafenen Kulturbeauftragten in den Verwaltungen des Kulturamtes aufzurütteln um ihnen zu sagen &#8221; Macht was für Junge Leute!!! Wir sind nicht dumm und keiners Wegs Kulturhasser. Wir haben auch nicht vor ihre Kultureinrichtungen in möglichst kleine Teile zu zerschlagen, NEIN! Ihr müsst einfach Mal eure Zielgruppe fragen was sie wollen und wie man sie erreichen kann!&#8221;</p>
<p>Egal, ob uns das Kulturamt bald einlädt, um mit ihnen an der Umsetzung unseres Projektes zu arbeiten oder nicht, uns hat es Spaß gemacht. Außerdem konnten wir einen kleinen Anstoß für offene Kommunikation zwischen Bürger, Kultureinrichtungen und Kulturamt geben.</p>
<p>Wir freuen uns auf das nächste Semester mit hoffentlich spannenden Projekten und vielen schlaflosen Nächten.</p>
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		<title>Die Jeanswesternen</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 22:18:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Sixt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Maaaaan, that family`s got issues&#8230;
Der eine Bruder, der ältere, fällt in Ungnade bei seinem Vater, verlässt diesen sowie seine Geliebte, schließt sich einer Gruppe Gesetzloser in Jeanswesten an und wird deren Hauptmann, brennt in seinem Hass auf die Welt und das Leben und das Nichterbarmen Gottes Prag nieder und als am Ende doch noch alles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Maaaaan, that family`s got issues&#8230;</p>
<p>Der eine Bruder, der ältere, fällt in Ungnade bei seinem Vater, verlässt diesen sowie seine Geliebte, schließt sich einer Gruppe Gesetzloser in Jeanswesten an und wird deren Hauptmann, brennt in seinem Hass auf die Welt und das Leben und das Nichterbarmen Gottes Prag nieder und als am Ende doch noch alles gut zu werden scheint, bekommt er Gewissensbisse (&#8221;Ich kann doch meine Geliebte nicht ehelichen und dabei ein gemeiner Dieb und Mörder sein&#8230;&#8221;), will erst sich, seinen Vater, seine Geliebte und alle um ihn herum töten, belässt es dann jedoch dabei, nur seine Geliebte umzubringen&#8230;</p>
<p>Der andere Bruder, der jüngere, fühlt sich sein Leben lang von seinem Vater benachteiligt, hegt übermenschlichen Groll gegen seinen Bruder, sorgt daher mit einer Finte für den frühzeitigen &#8220;Tod&#8221; seines Vaters, feiert wilde Orgien, und versinkt mehr und mehr im Wahn und der Blasphemie, hat verrückte Träume, die er für wahr hält, bis hin zum letztendlichen Freitod durch den Gürtel seines doch nicht ganz so toten Vaters&#8230;</p>
<p>Ähnliche Wirrheiten gäbe es auch über den Vater und die Geliebte Amalia zu berichten, doch irgendwann hört ihr dann auf zu lesen, weil es euch zu wild wird&#8230; doch wovon rede ich hier überhaupt?</p>
<p>Die Rede ist von der Oper <a href="http://www.staatstheater.karlsruhe.de/programm09_10/?id_titel=886" target="_blank"><strong>Die Räuber</strong></a> &#8211; nach dem Buch von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schiller" target="_blank">Friedrich Schiller</a>, vertont von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Giuseppe_Verdi" target="_blank">Guiseppe Verdi</a>. Ein monumental großes und extrem gutes Stück mit stimmgewaltigen und schauspielfähigen Akteuren, einem &#8220;verdammt sind die gut!&#8221; Orchester und einem dadurch mehr als gelungenen Abend.</p>
<p>Wer sich das Ganze selbst ansehen und anhören will, WAS TOBI UND ICH NUR EMPFEHLEN KÖNNEN, sollte ins<a href="http://www.staatstheater.karlsruhe.de/start/" target="_blank"> Badische Staatstheater</a> gehen. Das Stück wird auch noch im Laufe der nächsten Monate mehrfach aufgeführt, also rann an die Karten, meine Damen und Herren!</p>
<p>David &#8211; KM 1</p>
<p><a href="http://www.staatstheater.karlsruhe.de/images/programm/Raeuber_11.jpg" target="_blank">Wie immer das Bild als Link zum Schluss</a></p>
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